kurzgeschichte

das große glück

„Glücklich sein, so einfach und doch so schwer.

Wir tragen alle das Potential in uns, um glücklich zu werden.

Mit und für uns selbst.“

 

 

Inhaltsverzeichnis

 

1. Auf zu neuen Ufern

2. Gloria

3. Tori

4. Rudi und Venus

5. Regenbogenfisch

6. Daheim ist’s am Schönsten

7. Felicitas

1. Auf zu neuen Ufern

 

Felix führte ein zufriedenes Leben. Ihm fehlte es an nichts. Und dennoch fühlte er sich nicht wohl. Ständig auf der Suche, was ihm denn im Außen fehlte, damit er endlich glücklich werden würde. Als er eines Abends mit seinem Freund Toni bei einem Tee zusammen saß, schüttete Felix sein Herz aus. Gedanken, die er nicht oft nach außen trug, in Sorge, dass er ausgelacht werden könnte. „Ich möchte endlich wissen, was mich glücklich macht.“ Einmal ausgesprochen fühlte es sich für Felix schon leichter an, endlich darüber zu sprechen. Toni belächelte ihn überhaupt nicht. Er schaute Felix tief in die Augen: „Ich glaube, dass das, was du brauchst ein wenig Zeit für dich alleine wäre. Oft braucht es einen Perspektivenwechsel und einen Ausbruch aus dem Alltag, um klarer im Kopf zu werden.“ Felix bewunderte Toni schon immer. Er war so zufrieden mit sich und seinem Leben. Gundi, Toni’s Kindergartenliebe, machte sein Glück vollkommen. Ganz anders war es aber bei Felix. Er lernte immer wieder andere Fischdamen kennen, die ihn aber meistens bereits nach kurzer Zeit langweilten. Er war ständig auf der Suche. Lang glaubte er, dass es an den äußeren Umständen liegt, wieso er so ruhelos war. Aber vermutlich hatte Toni recht. Rauskommen war die Lösung. Felix war ein besonders hübscher Fisch - viele bewunderten ihn für seine orangene Leuchtkraft und seinen adretten Körperbau. Seinen Augen aber fehlte das Strahlen. „Du hast Recht Toni. Ich werde euch vermissen aber es ist an der Zeit der Frage nach meinem eigenen Glück auf den Grund zu gehen und aus meiner Komfortzone auszubrechen.“ Begleitet von tausenden Gedanken, ziemlich planlos und dennoch optimistisch, entschied sich Felix, seine Selbstfindungsreise zu starten. Die Gedanken in Felix’ Kopf schwirrten auf und ab. Quer durcheinander. Angst breitete sich in ihm aus. „War das wohl die richtige Entscheidung? Alleine sein fällt mir so schwer.“ dachte er sich, während er sich von den Wellen trieben ließ und in den weiten Ozean blickte. Tränen kullerten über seine Wangen. Seine Gedanken rasten und die Sorge zu versagen, es nicht zu schaffen, machte ihn ganz schwach. Felix richtete sich auf und sagte laut und entschlossen zu sich selbst: „Damit ist jetzt Schluss! Ich werde mein Glück finden.“ So packte Felix seine Habseligkeiten in einen kleinen Rucksack, verabschiedete sich von seiner kleinen Familie und seinen Freunden, die er über alles liebte. Er kontrollierte ob er alles notwendige dabei hatte, drehte seinem Verabschiedungskomitee, schweren Herzens den Rücken zu und schwamm drauf los.